Folge 111: Ein Fest für die Demokratie - Wie der Platz vor dem Bahnhof zum Ort für Dialog und Miteinander wird.

Shownotes

In dieser Episode von NÄCHSTER HALT BARNSTORF dreht sich alles um Demokratie – und darum, wie sie im Alltag einer Gemeinde sichtbar und erlebbar wird. Am 09. August verwandelt sich der Platz vor dem Bahnhof Barnstorf in einen Ort des Dialogs, der Begegnung und des gemeinsamen Gestaltens. Das „Fest der Demokratie“ lädt Menschen aus Barnstorf und der Region ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, zuzuhören und neue Perspektiven zu entdecken. Gemeinsam unseren Gästen Willi Bründl, Insa Zwanck‑Bründl und Nicole Lorenz spricht Lars Cohrs darüber, wie dieses besondere Fest entstanden ist, welche Idee dahintersteckt und warum gerade jetzt Räume wichtig sind, in denen Menschen sich offen austauschen können. Wir werfen einen Blick auf die Vorbereitungen und auf das, was die Besucher erwartet. Außerdem geht es um die Frage, wie demokratisches Miteinander im Kleinen beginnt – und wie Barnstorf mit diesem Fest ein Zeichen setzt, das weit über den Veranstaltungstag hinaus wirken soll.

  • Moderation: Lars Cohrs
  • Redaktion: Yvonne Kuhlmann
  • Produktion: COHRS MEDIA im Auftrag der Samtgemeinde Barnstorf

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00:00:03: Heute wird's persönlich, nah und auch richtig bewegend Denn wir sprechen über Demokratie – nicht als großes Wort aus Berlin, sondern so wie sie hier bei uns in der Samtgemeinde Bahnhof gelebt wird.

00:00:55: Im Alltag im Gespräch miteinander!

00:00:58: Am neunten August, das ist ja kommende Sonntag, wird der Platz vor dem Bahnhof hier genau dafür zum Treffpunkt ein Ort an den Menschen zusammenkommen zuhören, reden, fragen stellen und einfach spüren können was uns als Gemeinschaft stark macht.

00:01:14: Und genau darüber spreche ich heute mit meinen Gästen.

00:01:17: Mit Willi Bründel, Inserzfang Bründl und Nicole Lorenz.

00:01:21: Sie zählen mit zu jenen sieben, die dieses Fest planerisch auf die Beine stellen?

00:01:27: Meine Gäste sind engagierte Bahnstopfer, die sich für die Demokratie stark machen!

00:01:31: Das wird durch Aktionen deutlich

00:01:33: wie... Dass wir seit drei Jahren eine Klimamanwache hier immer in der Kurve machen.

00:01:38: Jeden Donnerstag eine Stunde Dann haben wir ... Ich glaube, der Podcast ist auch schon gelaufen über den Fahrrad.

00:01:45: Da sind wir auch Mitglieder zu Demos natürlich sowieso.

00:01:51: Und was vielleicht nicht zu vergessen ist vor drei Jahren wurde schon mal ein von uns dabei ich nicht dabei aber von euch eine Nachmittag für die Demokratie gemacht ziemlich groß hier im Rathaus

00:02:04: Nicht zu vergessen!

00:02:05: Der Nachmittags-Für-Die-Demokratie mit einer Lichterkettenaktion im Januar vergangenen Jahres, eine Aktion die die Bahnsoftware sensibilisieren sollte bei der damals bevorstehenden Bundestagswahl demokratisch

00:02:18: zu werden.

00:02:18: Und das verbindet!

00:02:19: Man trifft sich und sagt... Wir haben gleiche Interessen, lass uns was

00:02:23: tun.

00:02:24: Müssten ja nicht jetzt noch mehr Leute dazu stoßen und sagen, das finde ich schon cool, dass sie da so auf die

00:02:29: Beine stehen?

00:02:29: Tatsächlich haben wir im Vorfeld ganz viele Vereine-Kirchen-Institutionen angeschrieben und eingeladen.

00:02:36: Die Resonanz war sehr überschaubar.

00:02:39: Das war jetzt nicht so erfolgreich.

00:02:42: Trotzdem sind auch viele Privatmenschen, die auf uns zugekommen sind und gesagt haben, die Idee ist super Es ist einfach schwierig.

00:02:49: wie bringt man sich ein Auf so einer Veranstaltung, da muss man schon Ideen haben.

00:02:54: Und wir haben das halt versucht über Spiele einen kleinen Flohmarkt der Stadt finden soll und einfach die Gespräche, die dann stattfinden sollen.

00:03:02: Das ist das Entscheidende.

00:03:04: Nun ist ja immer wieder zu hören von einer Politikverdrossenheit in diesem Land.

00:03:08: Viele sagen sowieso alle was sie wollen und trauen sie nichts mehr zu.

00:03:12: Vieles wird vermischt.

00:03:13: Kommunalpolitik und Bundespolitik alles gut Ist irgendwie eine Soße nachher, habe ich das Gefühl in der Wahrnehmung einzelner Menschen zumindest ab und an.

00:03:21: Dann haben wir aber auch das Jahr der Kommunalwahl.

00:03:24: bei uns in Niedersachsen im September am dreizehnten ist es soweit unabhängig jetzt der Parteien die sich aufstehen und ihre Kandidaten.

00:03:31: Aber auch das ist ja ein Zeichen der Demokratie.

00:03:34: Wie ehrlich ist Kommunalpolitik?

00:03:37: Jetzt wird man daran immer wieder gemessen.

00:03:39: Ich hab das Gefühl die Kommunalpolitiker stellen sich zu wenig der Bevölkerung den Bürgern.

00:03:45: Sie beziehen die Bürger zu wenig ein und ich meine es war gerade einen Podcast über Ehrenamt oder mit sich einbringen in die Politik, und ich kann nur sagen Leute macht das.

00:03:56: wenn man direkt an die politische Ebene geht dann hat man Einfluss.

00:04:00: da kann man Ein Fluss nehmen.

00:04:02: bei der Kommunalfall ist es ja so.

00:04:04: Die Leute sagen, das ist wichtig.

00:04:08: Landtagswahl okay,

00:04:09: aber Kommunalwahl.

00:04:11: Das ist ja auch Europa-Wahl, gar nicht so wichtig.

00:04:15: Aber

00:04:16: genau da kann man sehen was man erreichen kann und da wählt man Heini und Fili und Elfriede und nicht irgendeine Partei.

00:04:29: Der Niedersachsen Monitor der Landesregierung ist die wichtigste Quelle für regionale Demokratiedaten.

00:04:35: Und daraus geht hervor, über siebzig Prozent der Menschen in Niedersachsen halten Demokratie für unverzichtbar.

00:04:43: mehr als sechzig Prozent wünschen sich allerdings mehr Beteiligungsmöglichkeiten und rund vierzig Prozent haben das Gefühl Politik sei zu weit weg vom Alltag.

00:04:55: dabei sind die meisten von uns in einer Demokratie aufgewachsen wissen also eigentlich wie sie funktioniert.

00:05:01: Können wir eigentlich in Satz und Bründel die Demokratie als Selbstverständlichkeit erachten oder eher als großes Glück?

00:05:09: Auch kein Geschenk.

00:05:10: Es ist aber auch keine Selbstverständlichkeit, das ist etwas was man erarbeiten muss, was lange braucht und was keine schnellen Erfolge hat.

00:05:21: Das heißt man braucht einen langen Atem um Erfolg gesehen zu können und man muss sehr viel Toleranz haben.

00:05:27: Ich habe das Gefühl dieser Gesellschaft Problem geworden, nämlich Toleranz zu sein.

00:05:32: Genau darum ist die Demokratie zurzeit gefährdet und wir sehen nicht was für ein Schatz es ist weil sehr viel Arbeit bedeutet.

00:05:41: Genau im Alltag merken wir durch soziale Medien wie die Leute sich angiften oder was weiß ich.

00:05:47: die Gesellschaft wird gespalten von extremen Leuten.

00:05:51: da fehlt viel Tolerant.

00:05:53: Also bei mir ist das auf jeden Fall so wenn es um Schwächere geht Wenn ich das Gefühl habe, dass da auf nicht geachtet wird.

00:06:01: Wenn jeder nur an seinen eigenen Vorteil denkt, das sind so meine

00:06:04: Grenzen.".

00:06:04: So Nicole Lorenz – was sollte aus ihrer Sicht getan

00:06:07: werden?

00:06:07: Erstmals ist es glaube ich wichtig Wissen auch zu haben.

00:06:10: Viele Menschen wissen gar nicht um das System in dem wir leben.

00:06:15: Also ich arbeite viel mit Geflüchteten zusammen und da, wenn Menschen aus anderen Kulturkreisen kommen.

00:06:20: Es ist gerade, wenn man nicht Deutsch als Muttersprache hat schwer die demokratischen Strukturen zu erklären.

00:06:26: Das ist schon ein sehr komplexes System unserer Verfassung, die wir haben aber es resultiert sich ja in vielen Dingen auf das Gemeinsame was wir haben dass wir alle Frieden haben wollen, dass wir alles Satz zu essen haben wollen und unsere Meinung kundtun möchten ohne dafür Mitbestrafung rechnen.

00:06:45: Das sind ja diese ganz kleinen Dinge, die man im Alltag schon leben kann.

00:07:05: Einungsfreiheit gehört zu den stärksten Grundrechten, die wir hier in Deutschland haben.

00:07:09: Juristisch ist sie auch eindeutig geschützt über den Artikel fünf unseres Grundgesetzes.

00:07:14: Niemand muss also Angst haben seine Meinung nicht äußern zu dürfen!

00:07:18: Und dann

00:07:18: kann ich nur sagen es gibt Länder da kann man das wirklich nicht und da kommt man für unbedachtes Reden ins Gefängnis über Jahre.

00:07:27: und diese Menschen sehen sich nach unserer Demokratie.

00:07:31: Und hier kann man alles sagen, man darf nur nicht verletzen.

00:07:34: Man darf die Grenzen nicht überschreiten, jemanden zu beleidigen.

00:07:39: Ansonsten haben wir alle Freiheiten.

00:07:42: Das ist ein ganz großes Gut, was wir haben und was viele nichts sehen.

00:07:47: Es stimmt einfach nicht!

00:07:49: Die Menschen, die das so sagen, da darf ja hier nichts mehr sagen ... Der Hintergedanke ist oft, dass man das ohne Kritik ... sagen darf.

00:07:56: Durch die Hoffnung, ne?

00:07:57: Ich nehme mir auch das Recht heraus wenn jemand etwas sagt was mir und meinem Weltbild was da nicht deckungsgleich ist dass ich da auch Widerworte habe und ich glaube diese Menschen beanspruchen das für sich das ohne wiederworte sagen zu dürfen und das müssen sie halt einfach auch aushalten.

00:08:14: wenn ich dann mit manchen Meinungen nicht einverstanden

00:08:17: bin Was sind denn aus Ihrer Sicht die Vorzüge der Demokratie?

00:08:20: Dass ich sagen kann was ich will dass ich in Freiheit leben kann, dass ich an einen Wahlen teilnehmen kann.

00:08:27: Dass ich mich selbst wählen lassen kann und das ganze Leben ist einfach schön in einer

00:08:32: Demokratie.".

00:08:33: Was viele Menschen aber spüren, ist etwas anderes.

00:08:35: Debatten sind rauer geworden, Widerspruch kommt schneller – manche Themen lösen sofort große Emotionen aus!

00:08:43: Dieses Klima kann den Eindruck erzeugen, man müsse vorsichtiger sein.

00:08:47: Doch genau darin liegt die Stärke einer lebendigen Demokratie nämlich dass unterschiedliche Stimmen hörbar sind, dass man sich reib diskutiert wie das spricht.

00:08:57: Meinungsfreiheit heißt eben nicht, dass alle klatschen sondern dass alle reden dürfen.

00:09:16: Ist es manchmal erschreckend wenn man denn mitbekommt, dass gerade junge Menschen jene sind die extreme Parteien richtig als Hoffnungsträger sehen?

00:09:26: Ob nun rechts oder links

00:09:28: Ja, oder ist die Frage woran liegt das?

00:09:30: Also ich denke viele junge Menschen beziehen ihr Leben aus Instagram.

00:09:36: Oder was weiß ich, solchen Plattformen.

00:09:38: Sie werden vielleicht auch nicht zu sehr an Demokratie herangeführt.

00:09:44: Das ist ja an einigen Schulen ein Thema, was gar nicht so gern unterrichtet wird soweit ich mitgekriegt habe.

00:09:51: Die jungen Menschen sind beeinflussbar und ich glaube es ist ein Versäumnis der demokratischen und politischen Parteien, dass sie diesen Bereich wo man junge Menschen erreichen kann außen vorgelassen haben.

00:10:06: über Jahrzehnte oder Jahrzehn ist zu viel gesagt.

00:10:09: Über die letzten Jahre wurde es so extrem worden und dadurch haben Sie einfach diese junge Generation ziemlich verloren.

00:10:17: Trotzdem sieht man schon viele mit sehr viel Energie unterwegs.

00:10:20: also das sind ja oft auch ganz lebendige Diskussionen die da stattfinden zwischen den Jugendorganisationen gestandenen Parteien, sage ich jetzt mal.

00:10:29: Und das ist natürlich auch toll!

00:10:30: Es gibt ja schon da große Diskussionen die da ganz anregend waren wo man gedacht hat wow da ist richtig Dampf unterm Kessel.

00:10:39: und diese jungen Menschen die feiern wir natürlich sehr und würden uns auch freuen wenn auch zu unserer Veranstaltung dann auf viele junge Menschen kommen die dann auch bereit sind ihre Ideen und ihre Wünsche darstellen zu können.

00:10:52: sie werden hier oft nicht gehört Das ist ja auch so.

00:10:54: Das ist oft ein Vorwurf der jungen Generation, die dann sagt Mensch auf das was mich angeht hat heute gar nicht richtig Werpflicht und solche Dinge.

00:11:03: da sind die Diskussionen ja für an den jungen Menschen vorbeigegangen.

00:11:07: Zwischen den Eindrücken, die wir gerade gehört haben wird ja eines deutlich nämlich wie unterschiedlich menschendemokratie wahrnehmen.

00:11:14: Für die einen ist sie ein vertrauter Rahmen, der einfach da ist Für andere ist sie etwas, das man schützen muss.

00:11:21: Weil es eben nicht selbstverständlich bleibt für uns nicht darum kümmern.

00:11:25: Demokratie zeigt sich war nicht nur großen politischen Entscheidungen sondern auch in den kleinen Momenten.

00:11:31: Neu, in denen wir einfach zuhören und respektieren und miteinander ins Gespräch kommen.

00:11:38: So genau diesen Raum, den schaffen meine Gäste gemeinsam mit anderen engagierten Bürgerinnen und Bürgern am kommenden Sonntag, neunten August von fünfzehn bis achtzehn Uhr und zwar direkt vor dem Bahnstorfer Bahnhof sozusagen.

00:11:51: Ein großer Bahnhof für die Demokratie, ein Fest das Menschen zusammenbringt damit Demokratie nicht nur in Wort bleibt sondern erlebbar wird.

00:12:01: Ich hoffe einen schöner bunter Nachmittag dass man miteinander ins Gespräch kommt Dass man ein paar kleine Spiele macht Leifmusik bisschen zuhören Rundetische zum diskutieren.

00:12:18: Ich würde gerne auch noch mal Politikerinnen und Politiker ansprechen, privat zu kommen und sich der Fragen der Bürger zu stellen, dass man da vielleicht noch mehr Entgang bekommt, das man vor Ort fragen kann was macht ihr für die Demokratie?

00:12:33: Was ist es?

00:12:34: wie können wir sie halten?

00:12:35: Das würde ich gern.

00:12:36: worauf freuen Sie sich an dem neunten August?

00:12:38: am meisten Gespräche,

00:12:41: wo wir auch gemeinsam Austausch haben.

00:12:43: Wichtig ist halt, dass das auf Augenhöhe stattfindet und gemeinsam Ideen entwickeln, wie wir unsere Demokratie weiterbringen können.

00:12:52: Demokratie

00:12:53: lebt davon, dass wir uns zeigen.

00:12:54: Dass wir hingehen, miteinander reden, Fragen stellen noch zuhören oder noch mal nachfragen.

00:13:01: Genau das passiert eben nicht im Stil, sondern dort, wo Menschen zusammenkommen.

00:13:07: Und deshalb ist das Fest am Sonntag eine Einladung.

00:13:10: Nicht nur an diejenigen, die sich ohnehin engagieren sondern an alle, die neugierig sind, die etwas beitragen wollen oder einfach ausspüren möchten wie gut es tut Teil einer lebendigen Gemeinschaft zu sein.

00:13:22: Es braucht keine großen Worte nur die Bereitschaft da zu sein Wie zum Beispiel am kommenden Sonntagsfest der Demokratie zwischen fünfzehn und achtzehn Uhr auf dem Platz vor dem Bahnstorfer Bahnhof.

00:13:34: Viel Erfolg mein Gästen.

00:13:35: wobei Willi Bründel, wann war es denn für Sie ein erfolgreicher Sonntag?

00:13:39: Wenn wir von Menschenmassen umgelaufen worden sind.

00:13:45: Das wäre ganz toll!

00:13:47: Aber bleiben wir realistisch.

00:13:49: wenn eine erklärtliche Zahl von Bürgern den Weg zu uns findet und

00:13:55: wie

00:13:55: Nicole schon sagte in den Austausch kommen und schnacken das wär schön.

00:13:59: Musik sagten sie gibt's auch?

00:14:01: Politischer Leder.

00:14:03: Denen stehen Sie da mit der Klampe und singern?

00:14:05: Unter anderem Heiner Rusche, ich denke es ist so schlecht nicht!

00:14:09: Wir dürfen gespannt sein.

00:14:10: Vielen Dank Inserzon Bründel, Willi Bründl und Nicole Lorenz.

00:14:15: Damit genug für heute.

00:14:16: bis zum nächsten Mal.

00:14:17: uns allen eine gute Zeit.

00:14:19: Ich bin Lars Kurz.

00:14:34: Haber Energy Die Stadtwerke Hunte Teil sowie die samtgemeinde Bahnstorff präsentierten den Podcast Nächsterhalt – Bahnstorf.

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